Carmen und Julia von Oh APRIL über Frauen-Power

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Im Interview: Carmen Kroll und Julia Zwingenberg

Dieses Interview stammt ursprünglich aus dem Women- und Lifestyle-Magazin desired.de und wurde von Alannah Benfer am 04.03.2019 unter https://www.desired.de/fashion/carmen-und-julia-von-oh-april-ueber-frauen-power/ veröffentlicht. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für das nette Interview!

 

2018 wagten Fashion-Bloggerin Carmen Kroll und Designerin Julia Zwingenberg einen mutigen Schritt. Gemeinsam brachten die beiden Freundinnen mit OH APRIL ihr eigenes Label auf den Markt. Unter dem Leitfaden „In Girls We Trust“ kreieren sie seitdem gemeinsam Mode für starke, selbstbewusste Frauen. Mit Erfolg! Denn mittlerweile gehört zu dem Label nicht nur ein eigener Online-Shop, sondern auch ein Store in Köln. Im Interview wollten wir wissen, wie die Gründerinnen über klassische Rollenbilder denken, welche Ziele sie haben und wie Männer und Frauen besser zusammenarbeiten sollten.

 

Wie habt ihr den Mut gefasst, euer eigenes Label zu gründen?

Mut haben wir aus der Kombination unserer Stärken geschöpft und diese in unserem Label OH APRIL gebündelt. Natürlich ist aller Anfang schwierig und es gibt immer
wieder Rückschläge, doch es ist wichtig, den Mut zu haben weiterzugehen und an seine Ziele und Träume zu glauben.

 

 

Welches Ziel verfolgt ihr mit eurer Botschaft „In Girls We Trust“?

„In Girls We Trust“ ist unser Leitspruch, an dem wir uns immer orientieren. Unsere größte Inspiration ist die Vielfältigkeit jeder einzelnen Frau. Das fließt in all unsere Designs ein und ist auch in jedem Bereich unseres Unternehmens zu finden. Besonders wichtig ist hierbei der Support. Wir müssen aneinander glauben und uns unterstützen – nur dann können wir wachsen. Wir wollen mit unserem Spirit bei OH APRIL etwas positives Bewegen und eine Community schaffen, die sich positiv bestärken.

 

Klassische Rollenklischees

Wie steht ihr zum Weltfrauentag?

Wir finden diesen Tag super. In der Geschichte haben hier Frauen erstmals für Gleichberechtigung gekämpft. Und obwohl es heute, einige Jahrzehnte später, selbstverständlich sein sollte, gibt es dennoch Vorurteile und Rivalitäten unter den Geschlechtern. Wir wollen mit unserem Label OH APRIL Frauen unterstützen und ermutigen ihre Träume sowie Leidenschaften zu leben.

 

 

Wie sehr sind wir immer noch in klassischen Rollenklischees gefangen?

Frauen haben viel erreicht und unterliegen nicht mehr den typischen Rollenklischees. Trotzdem gibt es immer noch Missstände und es ist wichtig, weiterhin darauf aufmerksam zu machen und für die Gleichberechtigung in allen Lebenslagen für jegliches Geschlecht zu kämpfen. Wir denken, dass es generell veraltet ist, in stereotypischen Rollenklischees zu denken.

 

 

Frauen dürfen heute alles – kommen aber trotzdem oft nicht voran, woran liegt das?

Das kann man gar nicht so pauschalisieren. Jede Frau ist anders und hat dementsprechend andere Träume und Ziele. Wichtig sollte hierbei sein, dass wir Frauen uns gegenseitig unterstützen und niemals aufhören, an unsere Ziele zu glauben und daran zu arbeiten.

 

Männer wissen oft ganz genau, was sie wollen, während sich Frauen öfter mal ausbremsen lassen. Wieso ist das so?
Wo sollten Frauen Männern auch mehr die Stirn bieten?

Unabhängig vom Geschlecht, denken wir, dass jede Persönlichkeit individuell ist. Beispielsweise ist der eine extrovertierter und der andere eher schüchtern. Deshalb müssen wir einfach mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Das hat unserer Meinung nach nichts mit „Frau sein“ zu tun, sondern damit, seinen Blickwinkel auf andere Menschen zu erweitern und offen und positiv durch das Leben zu gehen.

 

 

Weltfrauentag geht nicht nur Frauen etwas an. Wie sollten Männer und Frauen besser zusammenarbeiten?

Hierbei sollten wir alle, nicht nur die Männer, an unserer Wertschätzung gegenüber anderen arbeiten. Jeder sollte die Arbeit und Leistungen seines Gegenübers wertschätzen und akzeptieren – ohne Vorurteile!

 

 

Ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für das spannende Interview, Julia und Carmen!

 

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